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Hamburg, 3. März 2009

Bundesverkehrsministerium startet Klimafolgenforschungsprogramm für die Schifffahrt
BSH zielt auf bessere Vorhersagbarkeit extremer Seegänge ab

Mit der Berufung eines wissenschaftlichen Beirates hat die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium Karin Roth ein Forschungsprogramm speziell zu den Auswirkungen des Klimawandels auf Wasserstraßen und Schifffahrt in Deutschland auf den Weg gebracht.

Für das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) wird die Mitwirkung an KLIWAS, so der Name des neuen Forschungsprogramms, einer der Schwerpunkte der nächsten Jahre sein, erklärte BSH-Präsidentin Monika Breuch-Moritz am Dienstag in Hamburg. In enger Zusammenarbeit mit dem Seewetteramt des Deutschen Wetterdienstes in Hamburg bearbeitet das BSH dabei Fragestellungen, die die Entwicklungen in Nord- und Ostsee betreffen. Insbesondere sollen atmosphärische und ozeanographische Datengrundlagen und vorhandene regionale numerische Modelle für Nordwesteuropa auf ihre Verwendbarkeit getestet und ggf. weiterentwickelt werden, um möglichst realistische Prognosen für den Verlauf des Klimawandels in Nord- und Ostsee sowie im Nordatlantik zu erstellen, ergänzte BSH-Klimaexperte Dr. Hartmut Heinrich.

Die Modellergebnisse sollen dann die Basis für die Entwicklung von Anpassungsoptionen für Schifffahrt, Schifffahrtsdienste, nautische Warn- und Beratungsdienste und für Offshore-Nutzungen wie Fischerei oder Energiegewinnung und Tourismus bilden. Ergebnisse werden erwartet zur langfristigen winterlichen Eisentwicklung insbesondere in der Ostsee, zu Veränderungen in den Strömungs- und Windverhältnissen in Nord- und Ostsee, sowie zum Einstrom von wärmerem Wasser aus dem Nordatlantik in unsere heimischen Meeresgewässer. Ein besonderer Fokus wird, so Heinrich, die Verbesserung der Vorhersagbarkeit von Extremseegang sein. Dieser richtet in der Schifffahrt und an Offshorebauwerken noch erheblichen materiellen Schaden bis hin zu Verlusten von Menschenleben, unter anderem weil Instrumente zur Vorhersage besonders gefährlichen Seegangs bislang nicht verfügbar sind.

Das Projekt KLIWAS ist ein Verbundprojekt, das gemeinsam von der Bundesanstalt für Gewässerkunde, der Bundesanstalt für Wasserbau, dem Deutschen Wetterdienst und dem BSH umgesetzt wird. KLIWAS soll bis zum Ende des Jahres 2013 abgeschlossen sein.
Mehr unter: www.kliwas.de. Eine Seite Zurück

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