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Rostock, 14.05.2009

Scandlines Jahresbericht 2008

Scandlines - Bürohaus in Warnemünde/ 30.04.2009
Unternehmenssitz Scandlines
Bürohaus in Warnemünde.
Die Umsatzerlöse sanken 2008 gegenüber dem Vorjahr nur leicht um 7 Millionen Euro auf 584 Millionen Euro. Dieser Rückgang beruht im Wesentlichen auf dem Verkauf der Anteile an der Sydfynske A/S Ende 2007 sowie auf einem rückläufigen Transportergebnis infolge der einsetzenden Wirtschafts- und Finanzkrise. „Mit einem Gewinn von 139 Millionen Euro vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) konnten wir eines der besten operativen Ergebnisse in der 10jährigen Geschichte der Scandlines Gruppe erzielen. Dennoch ist das Jahresergebnis nicht zufriedenstellend“, zieht Michael F. Hassing, Vorsitzender der Geschäftsführung der Scandlines GmbH, Bilanz.

Nach Abschreibungen auf Sachanlagen und Immaterielle Anlagen in Höhe von 36 Millionen Euro, Firmenwertabschreibungen von 50 Millionen Euro, Zinsaufwendungen von 71 Millionen Euro und Steuern betrug das Nachsteuerergebnis minus 20 Millionen Euro.

Ertragslage in Mio. EUR 2008
Umsatzerlöse 584
EBITDA 139
EBIT 53
Jahresergebnis -20

Erwartungen für 2009 und Zukunftsaussichten

Das Marktumfeld von Scandlines hat sich in den zurückliegenden Monaten dramatisch verändert. Im Frachtbereich verzeichnete das Unternehmen im ersten Quartal 2009 Rückgänge des Transportvolumens von durchschnittlich 25 Prozent. Die weiter sinkende Industrie- und Konsumgüterproduktion wird auch in den kommenden Monaten insbesondere den Frachtverkehr mit den baltischen Staaten, aber auch den Skandinavienverkehr negativ beeinflussen. Mit einer grundsätzlichen Erholung des Marktes ist in diesem Jahr nicht zu rechnen.

Aufgrund dieser Entwicklung hat Scandlines seine Unternehmensstrategie kurzfristig den veränderten Rahmenbedingungen angepasst und zu Beginn dieses Jahres ein umfangreiches Rationalisierungsprogramm gestartet. Im Zentrum stehen Maßnahmen zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung sowie die Umstrukturierung des Unternehmens. Die erfolgreiche Umsetzung dieser Maßnahmen wird entscheidend dazu beitragen, die Ertragskraft von Scandlines nicht nur 2009, sondern auch in den Folgejahren zu erhalten und zu steigern. „Wir werden bereits heute, in Zeiten der Krise, die Weichen für langfristiges Wachstum und wirtschaftlichen Erfolg stellen. Nur dies ist der Garant für ein wirtschaftlich gesundes, zukunfts- und kundenorientiertes Unternehmen“, so Michael F. Hassing weiter.

2009 plant Scandlines weitere Investitionen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit sowie Marketingaktivitäten, um insbesondere das Kurzreisesegment weiter auszubauen.

Scandlines geht davon aus, gestärkt aus der Wirtschafts- und Finanzkrise hervorzugehen. Insgesamt wird jedoch das im Geschäftsjahr 2008 erwirtschaftete operative Ergebnis im Geschäftsjahr 2009 möglicherweise nicht erreicht.

Die Scandlines-Gruppe beschäftigt derzeit rund 2.400 Mitarbeiter und betreibt 8 Fährlinien mit 17 Fährschiffen im Dreieck zwischen Deutschland, Dänemark und Schweden sowie Lettland und Finnland.

Eigentümer der Scandlines-Gruppe sind 3i und Allianz Capital Partners GmbH (jeweils zu 40 Prozent) sowie die Deutsche Seereederei GmbH (zu 20 Prozent). 2008 transportierte Scandlines mehr als 17,6 Millionen Passagiere, 3,6 Millionen Pkw, mehr als 1,1 Millionen Lkw und Trailer im Ostseeraum. Damit zählt das Unternehmen zu den leistungsstärksten Fährreedereien in Europa. Eine Seite Zurück

Das EBITDA ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl, die in Zusammenhang mit dem erwirtschafteten Ertrag und Cash-Flow eines Unternehmens in einem bestimmten Zeitraum steht.

EBITDA ist die Abkürzung für englisch: earnings before interest, taxes, depreciation and amortization. Das heißt wörtlich übersetzt „Ertrag vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände“. In der praktischen Anwendung hat es jedoch die Bedeutung von „Ertrag vor Finanzergebnis, außerordentlichem Ergebnis, Steuern und Abschreibungen“. Es werden also außerordentliche (einmalige) Kosten und Aufwendungen ebenso ignoriert wie Zinsen, sonstige Finanzierungsaufwendungen, Steuern und Abschreibungen.
http://de.wikipedia.org/wiki/EBITDA

EBIT ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl und sagt etwas über den betrieblichen Gewinn eines Unternehmens in einem bestimmten Zeitraum aus.

EBIT ist die Abkürzung für englisch: earnings before interest and taxes. Das heißt wörtlich übersetzt „Gewinn vor Zinsen und Steuern“. In der praktischen Anwendung hat es jedoch die Bedeutung von „Gewinn vor Finanzergebnis, außerordentlichem Ergebnis und Steuern“.
http://de.wikipedia.org/wiki/EBIT zum Seitenanfang

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