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Schwerin, 16.11.2009

Schlotmann im Gespräch mit Fährreedereien / Investitionen in Verkehrs- und Hafeninfrastruktur trotz Krise

Verkehrsminister Volker Schlotmann traf sich am 16. November 2009 mit Vertretern des Landesverbandes Hafenwirtschaft M-V und der Fährreedereien Scandlines, TT-Lines und Finnlines. Grund des Treffens war, die aktuelle Situation und die Zukunftsaussichten der Fähr- und RoRo-Schifffahrt auszuloten. Bei dem Gespräch sprach sich Schlotmann dafür aus, die Fährreedereien unter anderem durch den weiteren Ausbau der Verkehrs- und Hafeninfrastrukturen zu unterstützen. "Für Fährreeder sind leistungsfähige Häfen und wettbewerbsfähige Verkehrsanbindungen wichtig. Ich bin froh, dass trotz der globalen Wirtschaftskrise keine Reederei ihre Linienverkehre eingestellt hat. Durch die Einbindung von Rostock in die Finnlines-Linie zwischen Helsinki und Gdynia wird das Angebot sogar erweitert", sagte der Minister.

Schlotmann will sich für einen LKW-Maut-Rabatt bei Transporten über die Ostseehäfen einsetzen. "Wer den umweltfreundlicheren Seeverkehr für Transporte nutzt, sollte ganz konkrete Vorteile davon haben. Ein Maut-Nachlass würde hier den richtigen Anreiz setzen."

In dem Gespräch sprach der Verkehrsminister sich darüber hinaus für eine Senkung der Grenzwerte für den Schwefelgehalt im Schiffstreibstoff von 1,0 Prozent auf 0,5 Prozent ab 2015 für die Nord- und Ostsee aus. Bisher plant die internationale Seeschifffahrtsorganisation IMO (International Maritime Organization) die Senkung auf 0,1 Prozent. "Der Fährverkehr über die Ostsee darf gegenüber anderen Fahrtgebieten nicht durch zu hohe Emissionsschutzbestimmungen existenziell gefährdet werden. Ein Grenzwert von 0,5 Prozent ab 2015 liegt weit unter dem vorgesehenen Grenzwert für die globale Schifffahrt von 3,5 Prozent", so der Minister. "Wir haben ein großes Interesse daran, dass die Reedereien den Häfen in Mecklenburg-Vorpommern weiterhin treu bleiben", so Schlotmann. Auch steuerliche Vergünstigungen wie die Tonnagesteuer und der 40-prozentige Lohnsteuereinbehalt durch die Reeder müssten weiter bestehen bleiben.

Die Wirtschaftskrise hat den Fähr- und RoRo-Verkehr in der Ostsee und damit auch Mecklenburg-Vorpommern besonders stark getroffen. Bis Ende September 2009 wurde ein Tonnagerückgang von rund 27 Prozent im Fährhafen Rostock und 41 Prozent in Sassnitz/Mukran verzeichnet. Ein Tonnageanstieg wird für frühestens 2011 erwartet. Die Reedereien reagierten bereits auf die Krise. Scandlines und TT-Line haben auf der Route Rostock-Trelleborg die Fahrpläne beim Tagesverkehr koordiniert. Eine Seite Zurück

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