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Erneut zweistelliges Umschlagplus in den Rostocker Häfen

Rostock, 8. August 2015 In Rostock gingen im ersten Halbjahr 2015 insgesamt 14,2 Millionen Tonnen (brutto) Güter über die Kaikanten. Der Löwenanteil wurde im Überseehafen mit 13,1 Millionen Tonnen umgeschlagen. Weitere 1,1 Millionen Tonnen wurden laut Hafen- und Seemannsamt in anderen Rostocker Hafenanlagen wie dem Chemiehafen Yara sowie Fracht- und Fischereihafen verladen. Die Gütermengen aller Rostocker Häfen verzeichneten damit erneut ein zweistelliges Umschlagplus von zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr. Ebenfalls stieg die Zahl der beförderten Fährpassagiere von und nach Nordeuropa um 36.000 auf 886.000. "Rostocks Hafen brummt, und das ist gut für Stadt und Land. Mehr als zwei Drittel aller Seegüter Mecklenburg-Vorpommerns werden in der Hafenstadt Rostock umgeschlagen", sagt Jens A. Scharner, Geschäftsführer der Hafen-Entwicklungsgesellschaft Rostock.

Seehafen Rostock

Mit 13,1 Millionen Tonnen umgeschlagener Güter im Überseehafen erhöhte sich das Vorjahresergebnis um 1,2 Millionen Tonnen bzw. zehn Prozent. Auf die rollende Fracht des Fähr- und RoRo-Verkehrs entfielen 7,4 Millionen Tonnen. In diesem Segment gab es einen Zuwachs von 857.000 Tonnen bzw. 13 Prozent. Der Anteil der Fähr- und RoRo-Güter am Gesamtumschlag im Universalhafen Rostock betrug im ersten Halbjahr 56 Prozent. 44 Prozent bzw. 5,7 Millionen Tonnen wurden mit dem Umschlag von Schütt-, Flüssig- und Stückgütern erzielt, was eine Zunahme von 300.000 Tonnen bzw. fünf Prozent bedeutet. "Damit ist Rostock einer der wachstumsstärksten deutschen Häfen", sagt Dr. Gernot Tesch, Geschäftsführer der Hafen-Entwicklungsgesellschaft Rostock, und ergänzt: "Innerhalb von zwei Jahren hat sich der Güterumschlag um 25 Prozent erhöht und befindet sich jetzt wieder auf Vorkrisenniveau. Wachstumstreiber sind Fähr- und RoRo- sowie trockene Massengüter."

Der Rostocker Überseehafen verzeichnete 3.863 Anläufe von Fähr-, RoRo-, Fracht- und Kreuzfahrtschiffen in den ersten sechs Monaten des Jahres, davon 2.995 Anläufe von Fähr- und RoRo-Schiffen.

Rollende Ladung

Auf den drei Fähr- und drei RoRo-Verbindungen von und nach Dänemark, Schweden und Finnland wurden 173.260 Lkw (begleitete Einheiten) transportiert, ein Plus von sieben Prozent. Der Umschlag von unbegleiteten Einheiten (Trailer) nahm ebenfalls zu, 62.105 Trailer rollten über die Kaikanten (+ elf Prozent). Die Verdoppelung der über See transportierten Eisenbahnwaggons auf 11.828 im ersten Halbjahr 2015 trug zum positiven Ergebnis im Fähr- und RoRo-Bereich bei. "Neben einem natürlichen Wachstum ist das auch auf Marktanteilsgewinne zurückzuführen: Die SECA-Regelungen führen trotz der gegenwärtig sehr niedrigen Ölpreise zu einer Neuordnung der Liniennetze, wobei Häfen wie Rostock mit kürzeren Seestrecken, tendenziell profitieren", so Dr. Gernot Tesch.

Auf dem Terminal für den Kombinierten Ladungsverkehr (KV) werden wöchentlich 34 Kombiverkehrszüge von und nach Verona (11), Hamburg (5), Karlsruhe (5), Novara (4), Brno (3), Duisburg (3), Domodossola (2) und Wels (1) abgefertigt. Die Anzahl der auf dem KV-Terminal umgeschlagenen Trailer-Einheiten stieg von 33.934 im ersten Halbjahr 2014 auf 35.177 (mit 976.860 Tonnen).

Massen- und Stückgüter

Der Flüssiggutumschlag der ersten sechs Monate 2015 nahm um 230.000 Tonnen auf 1,3 Millionen Tonnen im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr ab. Weniger Naphta, Benzin, Gas- und Heizöl sowie Biodiesel wurden über die Kaikanten gepumpt.

Bei dem Umschlag von Schüttgütern gab es erneut einen Zuwachs von zwölf Prozent auf vier Millionen Tonnen. Der Umschlag von Getreide (Braugerste, Gerste, Malz, Roggen und Weizen) lag mit zwei Millionen Tonnen rund 250.000 Tonnen über dem ersten Halbjahr 2014. Die Hälfte aller bewegten Schüttgüter entfallen auf den Getreideumschlag. Nennenswerte Zuwächse gab es neben dem Umschlag von Getreide noch bei Kalkammonsalpeter (KAS) und Kohle (jeweils plus 40.000 Tonnen). "Die beeindruckende Entwicklung insbesondere beim Umschlag von Getreide verdeutlicht die Notwendigkeit sowohl see- als auch landseitiger Investitionen. Dazu gehören neben der zwingend erforderlichen Vertiefung des Seekanals ein weiterer leistungsfähiger Getreidebelader und Investitionen der Getreidehändler in zusätzliche Lagerkapazitäten", erläutert Dr. Gernot Tesch.

Im Stückgutbereich konnten 380.000 Tonnen über die Kaikanten gehievt werden, immerhin 170.000 Tonnen mehr als im ersten Halbjahr 2014. Das Plus resultiert aus dem gestiegenen Umschlag von Blechen, Brammen, Papier und Windkraftanlagen.

Bauprojekte und Investitionen der Hafen-Entwicklungsgesellschaft Rostock

Dieses Jahr plant die Hafen-Entwicklungsgesellschaft mit Investitionen in Höhe von rund 15 Millionen Euro. Die Erneuerung des östlichen Teilstücks der Ost-West-Straße im Hafen wird in der zweiten Jahreshälfte in Angriff genommen.

Um die gewachsenen Verkehre und Umschlagaktivitäten im RoRo-Bereich zu unterstützen, hat die Hafen-Entwicklungsgesellschaft eine zusätzliche Ponton-Anlegestelle am Liegeplatz 61 geschaffen. Eine zusätzliche Straßenanbindung an der südlichen Hafengrenze wird bis Ende August 2015 gebaut, und Umschlagflächen werden grundhaft saniert. Das Umsetzen der Heckseitenrampe und der Gangway von Liegeplatz 66 an Liegeplatz 53 auf dem Fährterminal ist derzeit in vollem Gange.

Zwei weitere Schwerpunkte beschäftigen sich mit Ausgleichsmaßnahmen: Als gesetzlich vorgeschriebene Ausgleichsmaßnahme für Hafeninfrastrukturprojekte hat das Amt für Stadtgrün der Hansestadt Rostock gegenüber der Hafen-Entwicklungsgesellschaft die Schaffung eines parkähnlichen Areals auf rund 20 Hektar östlich der Werftallee in Groß Klein verfügt. Dieses Grundstück befindet sich im Eigentum der Hafen-Entwicklungsgesellschaft und wird als naturnaher Erlebnisraum bis Ende 2016 aufgewertet werden.

Des Weiteren hat die Hafen-Entwicklungsgesellschaft mit der Renaturierung des "Diedrichshäger Moores" bei Warnemünde begonnen.

Diese Maßnahme wurde 2009 genehmigt und planfestgestellt. Sie wird für zukünftige Ausbaumaßnahmen im existierenden Sondergebiet Hafen als naturschutzfachliches Kompensationspotential über ein Ökokonto dem Hafen zur Verfügung stehen. Es ist geplant, die Renaturierung, insbesondere die noch anstehenden umfangreichen Erdbewegungen zur Beseitigung degenerierter Moorböden, weitgehend umweltverträglich innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre umzusetzen. Ein öffentlicher Teilnahmewettbewerb wurde gestartet, um bis Ende 2015 geeignete Fachunternehmen für diese spezielle Arbeiten im Moor zu gewinnen. Eine Seite Zurück

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